Logistikwissen 06.10.2022
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TIMOCOM Starthilfe: Als Frachtführer sicher und erfolgreich durchs Winterhalbjahr

Ein LKW fährt auf einer Straße durch einen Winterwald.

Rund 19 Prozent des Jahresumsatzes in Deutschland werden laut Handelsverband in den Monaten November und Dezember generiert. Reibungslose Lieferketten sind da unverzichtbar, unterliegen aber besonders in den kalten Monaten äußeren Einflüssen. Speditionen und Transportunternehmen können sich darauf allerdings vorbereiten und die Chance auf volle Auftragsbücher umso besser nutzen.

Deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen, stärkerer zeitlicher Druck der Kunden, schwierige Wetter- und Straßenverhältnisse: Sie sorgen jedes Jahr erneut für Herausforderungen. Im heutigen Beitrag geben wir Ihnen einige Tipps zur Vorbereitung auf das Jahresendgeschäft und den Umgang mit schwierigen Wetterverhältnissen.

Wie Sie sich auf die Wintersaison optimal vorbereiten, wissen Sie bereits, aber Tipps zur Auslastung können Sie noch gebrauchen?

Tipps zur LKW-Auslastung


So sichern Sie sich und Ihre LKW-Flotte bei Eis und Schnee ab

Schneestürme und Wetterschwankungen sind höhere Gewalt und lassen sich oftmals nur schlecht vorhersehen. Bereiten Sie sich bestmöglich auf alle Eventualitäten vor, um die Fahrt sicher zu gestalten und Ruhezeiten für erneute Checks zu nutzen.

LKW-Winterreifen: M+S oder Alpine?

Seit gut zwei Jahren sind Winterreifen (für LKW über 3,5 Tonnen) auf allen Achsen (inkl. Lenkachsen) Pflicht. Wer sich eine neue Bereifung zulegen will oder muss, sollte direkt zu Winterreifen greifen. Denn die „Matsch und Schnee“ Reifen dürfen nur noch bis 2024 genutzt werden. Danach müssen Winterreifen das Alpine-Symbol tragen, welches durch ein Bergpiktogramm und eine Schneeflocke gekennzeichnet ist. Denn diese wurden allesamt einem Bremstest auf Schnee unterzogen und sorgen gerade bei LKW für deutlich verkürzte Bremswege.

Profilstärke und Reifendruck

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt laut § 36 der StVZO auch für LKW-Winterreifen 1,6 Millimeter. Aus Sicherheitsgründen werden häufig sechs bis acht Millimeter empfohlen. Achten Sie hierbei vor allem auf ungleichmäßige Abnutzungserscheinungen. Der ideale Reifendruck liegt je nach Fahrzeug und Reifengröße zwischen 7 und 9 Bar. Prüfen Sie vor jeder Fahrt die Herstellerangaben und vergewissern Sie sich, dass hinreichend Luft im Reifen ist. Gerade im Winter ist es aus Traktionsgründen ratsam, den Reifendruck um etwa 0,1-0,2 Bar zu erhöhen.

Motoröl, Batterie und Frostschutzmittel

Damit auch im tiefsten Winter alles wie geschmiert läuft: Achten Sie darauf, dass Ihr Motoröl auch bei extrem niedrigen Temperaturen optimal fließt. Alle Motoröle haben hierfür bestimmte Kennzeichnungen mit zwei Werten, bei denen die erste Zahl das Fließverhalten (Viskosität) bei niedriger Temperatur angibt. Ganzjahresöl 15W-40 ist bis zu minus 10 Grad, 10W-40 bis zu minus 20 Grad und Vollsynthetisches Öl 0W-40 bis zu minus 40 Grad geeignet.

Stellen Sie zudem sicher, dass Sie Frostschutzmittel für den Kühler und die Scheibenwischanlage nachgefüllt haben. Auch der Zustand der Batterie sollte überprüft werden, da sie im Winter deutlich mehr leisten muss als im Sommer. Dies sollte im Rahmen einer Inspektion durchgeführt werden.

Vor Fahrtantritt: Checklisten durchgehen

Sobald sich die Temperatur dem Gefrierpunkt nähert, sollten Sie regelmäßig einen Check durchführen. Prüfen Sie, ob alle wesentlichen Bereiche am Fahrzeug fehlerfrei funktionieren und sicher sind:

  • Funktionscheck von Heizung und Entfroster
  • Brems- und Scheinwerfertest
  • Test aller Dichtungen und Kabel, vor allem an der Unterseite des LKW
  • regelmäßiges Reinigen der Scheinwerfer, Scheiben, Lichter und Spiegel
  • Entfernen möglicher Eisplatten vom LKW-Dach (sind Sie regelmäßig in extremer Kälte unterwegs, sollten Sie evtl. automatische Dachenteisungssysteme verbauen)


Führen Sie außerdem Ausrüstung mit, die Ihnen den Alltag erleichtert und Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet:

  • warme Kleidung (Winterjacke und -stiefel, Handschuhe, Mütze) und eine Decke
  • Kunststoffspachtel, Hammer, Schraubendreher und Schaufel
  • Schneeketten und Streugut
  • Lebensmittel und Wasservorrat
  • Propan-Heizgerät und Feuerzeug
  • Methanol (für Kraftstoff- und Druckluftleitungen)
  • Telefonladegerät und/oder Powerbank

Verhaltenstipps für die Fahrt

Das A und O einer sicheren Fahrt ist es, den Fahrstil den Wetterverhältnissen anzupassen. Bremswege sind nicht nur bei Nässe, sondern auch bei Schnee oft doppelt so lang. Zudem sollten Sie immer mit Licht fahren und beide Hände am Steuer behalten. Denn Blitzeis und Schneetreiben sind nicht vorhersehbar, Gegensteuern muss ggf. von einer auf die andere Sekunde möglich sein. Vor Brücken und Autobahnüberführungen ist zudem besondere Vorsicht geboten, da sich dort schnell Glatteis bilden kann.

Nichts vergessen? Die wichtigsten Informationen zum sicheren Fahren im Winter finden Sie im folgenden kostenlosen PDF:


Auch geschäftlich sicher unterwegs – mit TIMOCOM

Das Weihnachtsgeschäft kommt, und gerade in diesem Jahr erwarten Branchenverbände wieder einen Anstieg des Logistikaufkommens. Fahrermangel, Lieferkettenprobleme, Zahlungsunsicherheiten und der anhaltende Boom des E-Commerce werden für maximalen Druck auf die Logistikbranche sorgen. Gerade in solch turbulenten Zeiten ist es daher ratsam, sich mit digitalen Anwendungen und Services bestmöglich aufzustellen.

Optimieren Sie die Auslastung Ihrer Flotte mit Hilfe des TIMOCOM Marktplatzes und bleiben Sie über die Anwendung Routen & Kosten auch über kurzfristige Sperrungen informiert. Falls Sie dennoch einmal im Schnee oder Stau stecken bleiben, sind Ihre Kunden dankbar, wenn Ihr Echtzeittracking über die Live-Sendungsverfolgung Aufschluss über die erwartete Ankunftszeit (ETA = Estimated Time of Arrival) liefert. Zudem haben Sie über den angeschlossenen Bezahldienst die Möglichkeit, sich binnen 24 Stunden für Ihren Transport bezahlen zu lassen.

Sie sind neugierig geworden auf die Auslastungs- und Planungsmöglichkeiten von TIMOCOM?

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Marie-Therese Hendricks

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